Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt an neuem Standort auf der Weiherwiese

Gut angenommen wurde die Weiherwiese in Katzenelnbogen als Standort für den Weihnachtsmarkt. Gewerbering und Verkehrsverein konnten rund 45 Standbetreiber begrüßen. „Es ist schöner hier als in der Untertalstraße, aber die Menschen kommen, um miteinander zu reden, etwas zu trinken, weniger zum Kaufen.“ Die Standbetreiberin für leckere Bonbons, feine Schokoladenherzen und Zuckerwatte kam aus Bonn. Sie macht sich Gedanken, wie lange diese weiten Anfahrten und der Standbetrieb für sie noch möglich sind. „Spaß macht es ja, immer wieder“, sagte sie.  So war die Stimmung der Standbetreiber allgemein. Viele hatten zu ihrem Angebot lockere Sprüche und Gebrauchsanweisungen parat.

Weihnachtsmarkt in Katzenelnbogen


Vom Engel bis zum Schnaps - ein umfangreiches Angebot war vorhanden, trockenes Winterwetter machte das Bummeln zu einem Vergnügen. Schön gestaltete Stände, originelle Waren, klassische Weihnachtsmarktartikel wie Handarbeiten und Selbstgestricktes, warme Schals und Mützen oder Strümpfe, auch Wolle zum selbst Hand anlegen, Kerzen, Schmuck und Nippes, aufwendige Bastelarbeiten, bunter Christbaumschmuck, Weihnachtskarten, Plätzchen, selbst gebrannte Liköre und Schnäpse und sehr schöne handgenähte Kinderkleidung gab es zu begutachten und zu erwerben. Das Gesellige kam nicht zu kurz. An den Essens- und Getränkeständen der Vereine weilten bis in den späten Abend viele Besucher.  

Weihnachtsmarkt 2019


Das Karussell drehte schon am Nachmittag mit den Kindern seine Runden. Schwer die Auswahl, für welches Tier-Gefährt sollte sich das Kinderherz entscheiden. Ein Gesangs- und Musikensemble spielte vor dem Stand der Kirchlichen Gemeinschaft und erntete viel Applaus. Bass, Klavier und Cajun zogen viele Menschen an. Hier wurde mit den Kindern auch gebastelt, duftende Waffeln und heißer Apfelsaft gab es gratis. Die Gruppe spielte christliche Lobpreislieder wie „Du machst alles neu“, weniger Weihnachtslieder, aber Musik beim Weihnachtsmarkt gehört dazu und stimmte die Menschen fröhlich. Ganz besonders ist in jedem Jahr der Nikolaus. Mit seiner Ankunft freuen sich die Kinder auf die frisch gebackenen Weckmänner. Im Hof des Einrichmuseums war bei seiner Ankunft kein Durchkommen mehr. Der Nikolaus wartete schon im Schlitten. Die Verantwortlichen des Museums besitzen dieses betagte Gefährt, mit dem früher mit Pferden Holz aus dem Wald geholt wurde. Altbürgermeister Horst Klöppel baute einen „Sessel“ auf dem Schlitten für den Nikolaus. Von dort verteilte er die Weckmänner. Niemand fragte, wie der Nikolaus aus dem Wald ins Einrichmuseum gekommen war.

Wie Bürgermeister Harald Gemmer, zugleich Vorsitzender des Verkehrsvereins, sagte, wird der Standort Weiherwiese für die künftigen Weihnachtsmärkte beibehalten. Nicht ganz einfach ist es für die Vereine, zur Organisation des Marktes Personal zu finden. In diesem Jahr war es Volker Dietrich, der auf der Weiherwiese diese Arbeit bewältigte.

Uschi Weidner