Führung mit Nachtwächter lockt nach Katzenelnbogen


In Katzenelnbogen gibt es viel Historisches zu entdecken. Jemand, der darüber gut bescheid weiß, ist Gerhard Zorn. Er führte nun als Nachtwächter eine interessierte Gruppe im Rahmen des Generationentalks durch die Stadt.

Zum ersten Generationentalk in diesem Jahr, zu welchem immer am letzten Montag im Monat von den Verantwortlichen vom Haus der Familie Katzenelnbogen eingeladen ist, war Gerhard Zorn zu einer Nachtwächterwanderung eingeladen. Das Angebot des Vereins Einrichmuseum Katzenelnbogen lautet bei der Reihe: „Mit uns de Flecke entdecke!“

Touren starten am Parkplatz Weiherwiese

Gerhard Zorn beschäftigt sich seit Jahren mit der Geschichte der Stadt Katzenelnbogen. Mit liebevoll zusammengestelltem Bildmaterial gibt er seit fünf Jahren bei seinen Führungen Informationen und beschreibt dabei historische Plätze in der Stadt. Um möglichst viel über Katzenelnbogen, das Schloss, Gebäude, Handwerk, Handel und so weiter zu erfahren, sind drei verschiedene Touren entstanden.

Start ist jeweils am Einrichmuseum am Parkplatz Weiherwiese, wo einst Gärten, zwei Mühlteiche und Bleichwiesen mit einem Dorfweiher das Bild prägten. Die Rückfront von Scheunen und Schuppen bildeten zu Dörsbach hin für die Stadt eine Art Stadtmauer.

Bei dem ersten Rundgang ging es nun durch den ältesten Ortsteil mit Untertal, Obertal und Römerberg. Wer weiß noch etwas über die Katharinenkirche, das älteste noch stehende Schulgebäude, das Obertor oder den alten Marktplatz an der Straße Richtung Diez? Durch den „Schuloale“ geht es zur Stadthalle, wo einst die Steprodtsche Burg – eine Vorburg des Schlosses – als Schule und Rathaus genutzt wurde. Vorbei an Schlossauffahrt mit Pforte und dem früheren Gasthaus Krone kann man in der Untertalstraße das älteste Wohnhaus Katzenelnbogens aus dem Jahr 1604 bewundern.

Aufwärmen im Haus der Familie

Etliche Bilder aus vergangenen Tagen zeigte Zorn unterwegs, wie zum Beispiel das Hotel Bremser. Der Nachtwächter weiß viel über die Grafen von Katzenelnbogen, das Schloss, das Leben im Mittelalter, Stadt- und Marktrechte, Kriege und Seuchen zu berichten, aber auch manche Anekdoten von Flecker Originalen erzählte er. Wegen des kalten Winterwetters kehrte die Gruppe gerne wieder zum Aufwärmen in die gemütlichen Räume im Haus der Familie ein.

Uschi Weidner